News vom 15.08.2017

Ausbau des Fernwärmenetzes in Köln-Mülheim

Eine Presseinformation der Rheinenergie AG

 

Die RheinEnergie baut ihr Fernwärmenetz im rechtsrheinischen Köln weiter aus. Anfang des Jahres haben Techniker damit begonnen, in der Mülheimer Freiheit eine neue Fernwärmenetzleitung zu verlegen. Mitte Juli sind Bauarbeiten auf dem Gelände des Rhein-Gymnasiums gestartet. Bei einem Rundgang über die Baustellen am Donnerstag, 10. August 2017, erläuterten Experten der RheinEnergie den Fortschritt der Arbeiten und die Pläne zum weiteren Fernwärmenetzausbau im Mülheimer Norden.

Das Fundament für den erheblichen Ausbau des Netzes hat die RheinEnergie mit ihrem Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk Niehl 3 gelegt. Der Kraftwerksstandort Niehl und der Düker unter dem Rhein zwischen Niehl und Mülheim ermöglichen es, das Fernwärmenetz in zuvor unerschlossene Stadtgebiete auszuweiten.

Die Bauarbeiten im Mülheimer Norden

Im Frühjahr 2017 hat die RheinEnergie mit dem Netzausbau im nördlichen Mülheim begonnen. „Ausgehend vom Mülheimer Festplatz verlegen wir in der Mülheimer Freiheit und der Düsseldorfer Straße eine neue Fernwärmenetzleitung“, erklärt Marsel Kropp, Projektleiter im Bereich Leitungsbau der RheinEnergie. „Die neue Trasse ist insgesamt rund 1,2 Kilometer lang. Wir arbeiten in mehreren Bauabschnitten.“ Im Zuge dieser Arbeiten erneuert das Unternehmen in der Mülheimer Freiheit zudem auch ältere Gasleitungen.


Der Fernwärmetunnel in Köln
Bildquelle: Rheinenergie AG

Mit Beginn der Sommerferien haben die Bauarbeiten auf dem Gelände des Rhein-Gymnasiums in der Düsseldorfer Straße angefangen. Für die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln stellt die RheinEnergie einen Anschluss der Schule an das Fernwärmenetz her. „Ab Herbst 2017 wollen wir das Gymnasium mit klimaschonender Fernwärme versorgen“, sagt Ralf Beerschwenger aus dem Vertrieb (Netzanschlüsse) der RheinEnergie. Dafür haben Techniker im Schulhof eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Der Anschluss an die Heizungsanlage im Keller der Schule erfolgt über einen alten, circa vier Meter tiefen Kohleschacht.

Effektives Mittel für den Klimaschutz

Mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) fördert das Land NRW den Ausbau der Fernwärmenetzleitungen in Mülheim. Denn Fernwärme ist in Ballungsräumen eines der effektivsten Mittel für den Klimaschutz. Vor allem in Städten wie Köln, mit vielen älteren Bestandsbauten, die nur bedingt für den Einsatz von Solaranlagen oder Erdwärme geeignet sind oder in denen der Einbau dieser Systeme sehr teuer wäre.

Der Stadtteil Mülheim hat zudem in Sachen Wohnungsbau ein erhebliches Entwicklungspotenzial. Rund um die Schanzenstraße entstehen in den kommenden Jahren viele neue Stadtquartiere. Die RheinEnergie plant daher, ihre Fernwärmeleitungen in Zukunft weiter in Richtung Schanzenviertel vorzustrecken. „Die Versorgung der neu entstehenden Areale mit klimaschonender Fernwärme wollen wir im Rahmen unserer ganzheitlichen Quartierskonzepte auch mit Erneuerbarer Energie, Mieterstrommodellen und weiteren Services koppeln“, so Ralf Beerschwenger. Der dafür erforderliche weitere Ausbau des Fernwärmenetzes im Mülheimer Norden befindet sich derzeit in der Planungsphase.

Über das Kölner Fernwärmenetz

Der Fernwärmeausbau in Köln hat in den sechziger Jahren begonnen. Heute hat das Fernwärmenetz in Köln eine Länge von 334 Kilometern. Rund 43.000 Wohnungen sind mittlerweile über dieses Netz mit Fernwärme versorgt. Es besteht Potenzial für bis zu 35.000 weitere Wohneinheiten.

Zukunftsprojekte für den Fernwärmeausbau liegen auch im linksrheinischen Köln, angrenzend an das dichte Innenstadt-Fernwärmenetz – vor allem in der Nähe des Gürtels, zum Beispiel in Ehrenfeld und Zollstock.