News vom 27.05.2019

Energieminister der Länder fordern Modernisierung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Um Hemmnisse der Energiewende gemeinsam zu beheben, benötigt es einen Schulterschluss zwischen den Bundesländern und dem Bund. Darauf haben sich die Energieminister der Länder auf ihrem Treffen in Hannover am 24. Mai geeinigt. Das teilt das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in einer Pressemitteilung mit.

Ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaziele ist die Stärkung der Schlüsseltechnologie der Kraft-Wärme-Kopplung als besonders effiziente Form der Energieumwandlung. Hierzu benötigt es eine Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes durch die Bundesregierung, um wichtige Investitionen in flexible Gas-KWK-Anlagen zu ermöglichen, die zur Nutzung erneuerbarer grüner Gase weiterentwickelt werden können.

KWK-Anlagen tragen bereits zu etwa einem Fünftel zur Stromerzeugung und zu 16 Prozent zum Endenergiebedarf an Wärme und Kälte bei. Dabei sollen neue Gaskraftwerke mit KWK möglichst an vorhandenen Kraftwerksstandorten errichtet werden. Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wir brauchen hochmoderne, flexible Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, um die sichere und kostengünstige Versorgung mit Strom und Wärme jederzeit und vollumfänglich zu gewährleisten. Diese Anlagen können wir für die Verwendung von synthetischen und erneuerbaren Gasen wie etwa Wasserstoff klimafreundlich weiterentwickeln. Um die Rahmenbedingungen für diese innovativen Investitionen zu ver-bessern, fordern wir die Bundesregierung auf, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz umfassend zu modernisieren.“