Presseinfo vom 22.07.2015

Erster Zuwendungsbescheid für eine KWK-Modellkommune NRW: KWK-Modellkommune Krefeld und Projektpartner erhalten 2,5 Millionen Euro für die Projektumsetzung

Pressemitteilung der EnergieAgentur.NRW

Ansprechpartner/in: Oliver Weckbrodt

Krefeld/Düsseldorf. Im Rahmen des Wettbewerbs „KWK-Modellkommune NRW“ ist der erste Zuwendungsbescheid am 18.7.2015 durch die Bezirksregierung Arnsberg ergangen. Die KWK-Modellkommune Krefeld und Projektpartner erhalten vom Land 2,5 Millionen Euro für die Umsetzung des „KWK-Inno.Net Krefeld“, das den wirtschaftlichen Betrieb dezentraler Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) in einem virtuellen Kraftwerk ermöglichen soll. „Die Kraft-Wärme-Kopplung ist in ihrer großen Bandbreite – von der Mikro-KWK über dezentrale Blockheizkraftwerke bis hin zur Nutzung von Nah- und Fernwärme – eine effiziente und ressourcenschonende Technologie, mit der wir die Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen klimafreundlich weiter ausbauen können. Die Landesregierung hat deshalb ein rund 250 Millionen Euro schweres KWK-Impulsprogramm aufgelegt, um den Anteil der KWK an der Stromerzeugung von heute 13 Prozent auf mehr als 25 Prozent bis 2020 zu erhöhen.“, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

Die Stadt Krefeld hat sich im Rahmen des von Umweltminister Johannes Remmel ausgerufenen Wettbewerbs „KWK-Modellkommunen NRW“ Mitte 2014 als eine von sechs „KWK-Modellkommune NRW“ qualifizieren können. Der Wettbewerb unterstützt Kommunen beim Auf- und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie. Für die mittlerweile letzte Phase des Wettbewerbs stehen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Modellkommunen ihre Projekte umsetzen können.

Das Konzept „KWK-Inno.Net Krefeld“, mit dem Krefeld die Finalrunde erreichte und die Jury überzeugte, wurde mit Projektpartnern erarbeitet.

Im Fokus der Projektidee steht eine wirtschaftlich orientierte Betriebsführung von dezentralen Mini-BHKW in einem virtuellen Kraftwerk. Das Betriebsverhalten des KWK-Systems wird täglich für den Folgetag vom virtuellen Kraftwerksbetreiber berechnet und den Anlagenkomponenten vorgegeben.

Berücksichtigung finden auch die Marktpreise (Börsenpreise Gas/Strom) und die Wärme-und Stromdirektverbräuche zur Steuerung und Regelung sowie eine intelligente Wärmespeichernutzung.

Das Konzept verbindet somit die Minderung des Primärenergieverbrauches und der CO2-Emission durch dezentrale KWK-Systeme mit einem Steuerungs- und Regelsystem zur gewinnmaximierenden Einspeisung von elektrischer Energie in das Verteilernetz. Damit kann das KWK-Potential der ökonomisch nicht zur Nah- und Fernwärme geeigneten Bezirke der Stadt Krefeld für diese Technologie erschlossen werden.

„Die Konzeptideen der Modellkommunen haben einen innovativen Charakter und sind im Sinne von Blaupausen auf andere Kommunen übertragbar und haben damit eine hohe Multiplikatorwirkung“, erklärt Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Die KWK-Modellkommunen werden während des Wettbewerbs von der Leitstelle KWK-Modellkommunen, die von Sabine Schneider, EnergieAgentur.NRW, und Dr. Manfred J. Wilms, Projektträger ETN, betreut wird, begleitet und fachlich und fördertechnisch beraten.

Weitere Informationen:

Fachliche Ansprechpartnerin:

Sabine Schneider
EnergieAgentur.NRW
Leitstelle KWK-Modellkommunen NRW
Kasinostraße 19-21
42103 Wuppertal
Tel.: 0202 / 24552-795
sabine.schneider@energieagentur.nrw.de

Pressekontakt:

Oliver Weckbrodt
EnergieAgentur.NRW
Kommunikation
Kasinostraße 19-21
42103 Wuppertal
Tel.: 0202 / 24552-20
weckbrodt@energieagentur.nrw.de