Innovative Kraft-Wärme-Kopplung

Die zukünftige Stromversorgung in Deutschland wird von großen Anteilen von Wind- und Photovoltaik-Strom geprägt. Diese sind jedoch vom Wetter abhängig und zeichnen sich daher durch eine hohe Volatilität aus. Somit ist besonders in wind- und sonnenarmen Zeiten die Strom- und Wärmeversorgung über andere Quellen sicherzustellen. Hier stellt die innovative Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) eine vielversprechende Lösung dar.

Bei einem iKWK-System wird eine herkömmliche KWK-Anlage, beispielsweise ein BHKW, mit einer innovativen erneuerbaren Wärmequelle und einem elektrischen Wärmeerzeuger zu einem System verbunden. Eine Solarthermieanlage stellt eine mögliche erneuerbare Wärmequelle dar. Als elektrischer Wärmeerzeuger kann eine Power-to-Heat Anlage installiert werden. Diese Komponenten speisen die produzierte Wärme dann in dasselbe Wärmenetz. Untenstehende Abbildung stellt ein iKWK-System schematisch dar.
 



Durch die Verschaltung der drei Wärmeerzeuger kann das System flexibel auf Schwankungen im Stromnetz reagieren. Bei geringer Strommenge kann der produzierte KWK-Strom zur Netzstabilisierung eingespeist werden. Bei zu hohen Strommengen kann der elektrische Wärmeerzeuger zugeschaltet werden und den Strom zur Wärmeproduktion nutzen. Auch so wird die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet und die Abregelung von Wind- oder PV-Strom verhindert. So trägt das innovative KWK-System nicht nur zur Sektorenkopplung, sondern auch zur Erhöhung der Netzstabilität bei.

Gefördert werden solche iKWK-Systeme per Ausschreibungen durch die Bundesnetzagentur. Nähere Informationen finden Sie im Merkblatt des BAFA sowie bei der Bundesnetzagentur.